Högis Cyberspace

Gerhard Höger-Hansens private Website

Meine "Gedanken zur Zeit" schreibe ich vor allem für meine Enkelkinder, vielleicht auch für deren Eltern.

Ich mache mir keine Illusionen über etwaige Wirkungen meiner Meinungsäußerungen - Leute wie Volker Pispers haben viele geneigte Zuhörer und bestimmt noch viel klügere Gedanken, und bewirken eher wenig.

Ich veröffentliche auch generell Dinge im Klarnamen. Bisher leben wir zum Glück noch in einer Demokratie, so dass keine wirkliche Gefahr darin besteht. Und ich bin es gewohnt, hinter dem zu stehen, was ich irgendwo äußere.

Ich bin auch der Meinung, dass eine Meinungsäußerung von Fritz Müller in Sonstwo ein anderes Gewicht hat als die von schmusebär98 oder patriot51.

Ich möchte die "Gedanken zur Zeit" als eine Art Blog führen, wenn ich eben dazu komme.

Es wird keine Kommentarfunktion geben, das tue ich mir nicht an. Wenn jemand mit mir in Kontakt treten will, kann er das gerne tun, indem er ein "gerhard@" dem Hostnamen voranstellt und eine Mail schickt, das landet dann direkt in meiner Mailbox.

Heute nehmen wir "Gedanken zur Zeit" mal ganz unaufgeregt wörtlich.

Im deutschen Sprachraum gibt es zwei Arten, die Uhrzeit zu benennen - die einen sagen "dreiviertelzwölf", die anderen "Viertel vor Zwölf".

Neulich habe ich gelesen, dass der Gebrauch der ersten Form, auch die "süddeutsche" genannt, abnimmt. Ich bin mit dieser aufgewachsen, aber nicht nur aus diesem Grund werde ich ihr treu bleiben und plädiere eindeutig für deren Verwendung - und Verinnerlichung.

Warum? Weil es mathematisch richtiger ist.

Sehen wir uns den Tag als Zeitstrahl an, gibt die "süddeutsche" Benennung immer exakt den jeweiligen Zeitpunkt an, als Bruchteil der aktuell vergehenden Stunde. Ohne Wenn und Aber, ohne sich auf einen noch gar nicht erreichten Punkt in der Zukunft zu beziehen.

Beispiel: Der Magen sagt uns, dass es langsam Zeit für das Mittagessen wird. Der große Zeiger steht auf der 9, der kleine kurz vor der 12.

  • Die süddeutsche Formulierung geht von dem Bild aus, wo man sich im Zeitstrahl des Tages befindet - "dreiviertelzwölf". Der Mensch, der sowas sagt, empfindet die Zeit als ein Kontinuum, von dessen zwölfter Stunde des Tages eben bereits 3/4 vergangen sind. Die Zeit als etwas Abstraktes wird sozusagen verinnerlicht.
  • Die andere Formulierung geht eher vom Zifferblatt der Uhr aus, wo der (große) Zeiger eben "viertel vor zwölf" steht. Das Abstrakte - die Zeit - wird von ihrer Verdinglichung her - der Uhr - betrachtet.

Mir persönlich ist die dem Abstrakten nähere Form lieber. Wie ein kleines Gebet, eine Referenz an das, was wir nie begreifen werden.

Das versagt nur bei "fünf vor Zwölf"...

 

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Aus aktuellem Anlass 2020 entstandene Kategorie.

Die aktuelle (Stand Mai 2020) Krise beschäftigt natürlich alle, angesichts des medialen Overkills ist das unvermeidbar. Bei mir hat sie zu schlaflosen Nächten geführt, nicht der Angst vor der Krankheit wegen, sondern angesichts der Reaktion unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft.

Ich versuche hier, meine Sicht der Dinge darzulegen, aus folgenden Gründen:

  1. Ich habe das Gefühl, die momentane Entwicklung könnte eine Zeitenwende anzeigen. Da ist es vielleicht nicht schlecht, seine Gedanken und Beobachtungen für später zu ordnen.
  2. Ich ahne schon, dass es im Anschluss hitzige Diskussionen geben wird. Da mein Standpunkt nicht mit wenigen Worten darzulegen ist (das wäre der Komplexität nicht angemessen) kann ich ein eventuelles Gegenüber dann einfach auf diese Seite verweisen, bevor diskutiert wird.
  3. Die Reaktion auf die "Katastrophe" hat dazu geführt, dass meine sämtlichen Freizeitaktivitäten für längere Zeit auf Eis liegen. Ich kann diese Zeit, wie anscheinend nicht wenige Zeitgenossen, mit dem zusätzlichen Genuss alkoholischer Getränke füllen, habe aber nicht gerne Kopfschmerzen. Daher verwende ich das, was übrigbleibt, nachdem meine Frau mich im Garten eingespannt hat, für diese Kolumne.

Oben findet Ihr immer die aktuellen Zahlen der Angriffe auf meine Seite, seit ich hier schreibe (das in der Zukunft liegende Datum dient dem Zweck, den Artikel oben zu halten), danach geht es chronologisch weiter.